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Eva Eleonora Demmerle on Otto von Habsburg – Souverän ohne Krone

29th March 2013

© 04/1942 Privatarchiv der Familie Habsburg. Auf dem Foto zu sehen: Otto von Habsburg auf einem See in Florida

Eva Eleonora Demmerle ist Autorin und die ehemalige Pressesprecherin von Otto von Habsburg. Folgender Text ist ein Auszug aus: Baier/Demmerle: Otto von Habsburg. Die Biographie. Überarbeitete Auflage 2012, Amalthea, Wien. Der Text wurde durch die Autorin leicht abgewandelt. Die Übersetzung ins Italienische von Maximilan Conrad Baldinger (European Ideas Korrespondent am King’s College London).

Ohne Erwähnung der Habsburger lässt sich die Geschichte Europas nicht erzählen. Aus dieser Familie gingen viele deutsche, spanische, ungarische und böhmische Könige hervor, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und Österreich-Ungarns. Viele Talente der Großen unter den Habsburgern konnte man in Otto von Habsburg, der am 4. Juli 2011 im 99. Lebensjahr starb, wiedererkennen: die Gottergebenheit von Kaiser Karl V., den nachhaltigen Arbeitseifer und das Pflichtbewusstsein von Kaiser Franz Joseph I., die väterliche und demütige Liebe zu den verschiedenen Völkern und Volksgruppen Europas, die seinen 2004 seliggesprochenen Vater, Kaiser Karl I., auszeichnete. Eine weitere Parallele schenkte ihm der liebe Gott: Wie sein Vorfahr Kaiser Friedrich III. besiegte er seine Feinde, indem er sie überlebte.

„Stehaufmännchen“ nannte man den kleinen Erzherzog Otto bereits als Kind. Die Begabung, Niederlagen wegzustecken, mit zähem Fleiß und Ausdauer weiter zu arbeiten, ohne Rücksicht auf sich selbst und auf persönliche Risiken oder Vorteile den erkannten Idealen zu folgen, all das mag ihm in die Wiege gelegt gewesen sein, wurde aber auch in einem wechselvollen, an Abenteuern reichen Leben gehärtet. Adolf Hitler und Edvard Benes, Erich Honecker und Willy Brandt, Bruno Pittermann und Slobodan Milosevic hassten diesen Habsburger. Von roten und braunen Ideologen verfolgt und verleumdet, war Otto von Habsburgs Leben geprägt von einem roten Faden: Er hatte von seinem Vater weder Reich noch Krone, weder Herrschaft noch Thron geerbt, wohl aber das Bewusstsein, eine nicht delegierbare Verantwortung zu tragen.

Dazu geboren, ein Kaiser vieler Völker zu sein, wurde er zum selbstlosen Verteidiger der Menschenrechte, zum unbestechlichen Anwalt unterdrückter Völker, zum Streiter für ein in Freiheit und Frieden vereintes Europa. Der jüdisch-österreichische Literat William S. Schlamm, in jungen Jahren überzeugter Kommunist und später ein großer konservativer Journalist und Schriftsteller, schrieb bereits 1977 zum 65. Geburtstag an Otto von Habsburg in einem offenen Brief: „Als wir beide Kinder waren, hatten Geschichte und Schicksal Sie dazu bestimmt, mein Kaiser zu werden (…) In meinem langen und bewegten Leben, das mich jahrzehntelang mit der sogenannten Prominenz unserer Zeit in Berührung brachte, habe ich keinen Staatsmann, keinen Politiker, keinen Denker von Ihrer Menschlichkeit, Ihrem Pflichtbewusstsein, Ihrer unerschütterlichen Glaubensfähigkeit kennen gelernt (…) Wären Sie das geworden, wozu Sie bestimmt waren, dann hätte das Abendland den bedeutendsten Kaiser seit Karl dem Großen erlebt. Weil aber 1918 das Abendland aus den Fugen geriet, hat heute Europa in Ihnen den einzigen privaten Staatsmann, dem es vertrauen kann.“

Ein Jahrhundert durchlitten und geprägt

Als Erzherzogin Zita am 20. November 1912 in der Villa Wartholz im niederösterreichischen Reichenau ihren Erstgeborenen zur Welt brachte, stand Europa am Ende einer langen Friedensepoche. Unerschütterlich schien die 52 Millionen Einwohner zählende, multinationale und vielsprachige Monarchie der Habsburger, und doch kreuzte, wie der aus Galizien stammende jüdische Schriftsteller Joseph Roth später schreiben sollte, „der Tod schon seine knochigen Hände über den Kelchen, aus denen wir tranken, fröhlich und kindisch“. Wie Roth, der nach dem Untergang der Monarchie vom skeptischen Sozialisten zum trauernden Monarchisten wurde, erkannte, war der Nationalismus die Religion dieser Zeit – und das vom dienenden Patriarchen Franz Joseph persönlich zusammengehaltene Vielvölkerreich im Herzen Europas wurde ihr Opfer. Die gezielten Schüsse des serbischen Nationalisten Gavrilo Princip vom 28. Juni 1914 bei der Lateinischen Brücke in Sarajevo töteten nicht nur den Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand. Waidwund torkelte das Habsburger-Reich in den Ersten Weltkrieg.

Erzherzog Otto war knapp vier Jahre alt, als der greise Kaiser Franz Joseph mitten im Weltkrieg starb, als sein Vater Kaiser von Österreich und König von Ungarn wurde. Er war sechs, als seine Familie enteignet und aus dem Land gejagt wurde. Er war noch nicht zehn, als sein Vater nach zwei gescheiterten Restaurationsversuchen in Ungarn in der Verbannung auf der fernen Atlantikinsel Madeira starb. Einfluss- und mittellos, aber mit großer Disziplin und stets im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber den Völkern des Donauraums erzog Kaiserin Zita ihren Erstgeborenen Otto und seine sieben Geschwister. Otto lernte schnell und viel, nicht nur Sprachen, Geschichte, Geographie und Literatur. Er lernte die Pflichten – weniger die Rechte – eines Kaisers.

Im Kampf gegen Hitler

Europäer aus Abstammung, wurde er nun auch Europäer aus Erfahrung: Von Madeira ging es nach Madrid, später ins Baskenland, dann nach Luxemburg, Belgien und Paris. Während er noch an seiner Promotion an der Katholischen Universität Louvain (Löwen) arbeitete, wurde er selbst zu einem Akteur auf der politischen Bühne – die er seitdem lebenslang nicht mehr verlassen sollte. Otto von Habsburg weilte in Berlin, als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. Zweimal versuchte Hitler, den jungen Habsburger zu treffen – um ihn „vor seinen Karren zu spannen“, wie Otto sofort erkannte. Das sei, so meinte er später häufig, wohl die einzige interessante Konversation gewesen, die er in seinem Leben ablehnte. Er hatte Hitlers Buch „Mein Kampf“ gelesen – und deshalb keine Illusionen: Otto von Habsburg beschloss, mit allen Mitteln den Anschluss Österreichs an Hitlers „Drittes Reich“ zu verhindern.

Die Interessen der Familie mussten nun, angesichts der tödlichen Gefahr für Österreich, zurückstehen: Am 17. Februar 1938 appellierte Otto in einem dramatischen Brief an Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg, in der Außenpolitik die „notwendige Annäherung an die Westmächte“ zu suchen, in der Innenpolitik „die Befriedung nach links“ zu betreiben. Er selbst war damals bereit, „nicht die Restauration der Monarchie“ zu fordern, sondern sein Leben für die Unabhängigkeit Österreichs in die Waagschale zu werfen: „denn wenn Österreich in Gefahr ist, hat der Erbe des Hauses Österreich mit diesem Lande zu stehen und zu fallen“. Ein „Selbstmordkommando“, wie Otto von Habsburg später freimütig zugab.

Hitler ließ die führenden österreichischen Monarchisten verhaften, die Söhne von Erzherzog Franz Ferdinand, Max und Ernst von Hohenberg, ins Konzentrationslager Dachau deportieren und Otto von Habsburg „wegen des Verbrechens des Hochverrates“ steckbrieflich verfolgen. Die Gestapo versuchte, ihn aus Frankreich zu entführen. Adolf Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß gab den Befehl, Otto zu ermorden. Obwohl selbst in Lebensgefahr, rettete der jugendliche Chef des Hauses Habsburg tausenden Emigranten, zumeist Juden aus Österreich und seinen mitteleuropäischen Nachbarländern, das Leben, indem er ihnen in Frankreich Visa für Spanien, Portugal oder Südamerika organisierte.

Als er schließlich 1940 selbst gezwungen war, Europa zu verlassen, kämpfte er in Washington für die Anerkennung Österreichs als Opfer Hitlers, gegen die Vertreibungspläne von Edvard Benes, gegen die Eroberungsabsichten Josef Stalins, für einen Wechsel Ungarns auf die Seite der USA, für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler, für eine bessere, gerechtere und friedlichere europäische Nachkriegsordnung.

Unbedankter Einsatz für Österreich

Es ist historisch unbestreitbar, dass Otto von Habsburgs Einfluss auf US-Präsident Franklin D. Roosevelt und auf den britischen Premier Winston Churchill wesentlich dazu beitrug, dass Österreich als Staat wieder erstand, und dass es nicht hinter dem Eisernen Vorhang verschwand. Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel erinnerte am 11. Juli 2011 in seiner Trauerrede in der Residenz in München daran, dass Otto von Habsburg sich im amerikanischen Exil dafür einsetzte, dass Österreich, anders als Deutschland, nicht in zwei – eine westliche und eine sowjetische – Besatzungszonen eingeteilt wurde. Die Republik dankte es ihm nicht: 1945 nach Tirol heimgekehrt, musste er auf Drängen der sowjetischen Besatzer und ihrer Marionette Karl Renner das Land wieder verlassen. Derselbe Karl Renner, der 1938 für ein „Ja“ zum Anschluss an Deutschland warb, schrieb 1945 Huldigungsbriefe an Sowjet-Diktator Stalin und ließ den Chef des Hauses Habsburg neuerlich des Landes verweisen.

Eine erste Verzichtserklärung 1958, in der Otto von Habsburg sich als getreuer Bürger der Republik bekannte, wurde von der Regierung in Wien als unzureichend abqualifiziert. Nach einer neuerlichen Verzichtserklärung 1961 musste er fünf weitere Jahre bis zum österreichischen Verwaltungsgerichtshof um sein Recht kämpfen, als österreichischer Staatsbürger in seine eigene Heimat einzureisen. Zu groß war die Panik der Linken, der Habsburger könne die Republik in Gefahr bringen. Zu groß war die Angst der Bürgerlichen, Otto könnte rasch eine innenpolitische Rolle spielen.

Unberechtigte Sorgen: Otto von Habsburg, Europäer aus Abstammung und Erfahrung, war im amerikanischen Exil auch zum Europäer aus Überzeugung gereift. Nicht die Kronen seiner Vorfahren, sondern die Befreiung Europas vom Kommunismus und die Einigung des Kontinents in Frieden und Freiheit waren seine Ziele. Als Staatsmann ohne Staat war das gesprochene und geschriebene Wort jahrzehntelang seine einzige Waffe. Eine scharfe Waffe offenbar, wie die Zahl und Vehemenz seiner Gegner illustriert.

In vielen Büchern, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen warb er jahrzehntelang für eine ganz konkrete Idee von Europa. Die von Richard Graf Coudenhove-Kalergi 1922 ins Leben gerufene Paneuropa-Bewegung wurde ihm, der in Europa fast nirgendwo Ausländer war, dabei zur passenden Plattform. 1973 übernahm der Erbe des Hauses Habsburg auch das Erbe des verstorbenen Paneuropa-Gründers. Bis 2004, mehr als drei Jahrzehnte lang, stand er als internationaler Präsident an der Spitze der Paneuropa-Union.

1978 nahm er, der Nachfahre zahlreicher deutscher Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, die deutsche Staatsbürgerschaft an, um für das erste direkt gewählte Europäische Parlament zu kandidieren. Er, der in jungen Jahren zum Opfer der Weltpolitik geworden war, stürzte sich nach einer Karriere als Vortragsreisender, Kolumnist und Sachbuchautor mit 66 Jahren in die parlamentarische Arbeit. In Straßburg und Brüssel war er bayerischer Abgeordneter, aber auch der erste Vertreter Österreichs, Ungarns, Kroatiens, Bosnien-Herzegowinas, ja aller Völker, denen die eiserne Faust des Kommunismus das Mitwirken am Projekt Europa verwehrte.

Der leidenschaftliche Arbeitseifer, den er im Europäischen Parlament an den Tag legte, beeindruckte selbst Kritiker und politische Gegner. Einer seiner engen politischen Freunde, der langjährige Europaabgeordnete und spätere Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, Siegbert Alber, meinte beeindruckt, Otto von Habsburg komme „abends immer noch frischer aus der Sitzung als mancher Jungsozialist morgens aus dem Bett“.

Der Visionär Europas

Hatten schon vorher Staatsmänner wie Charles de Gaulle, Robert Schuman, Konrad Adenauer, Henry Kissinger oder Franz Josef Strauß auf seinen Rat Wert gelegt, so wurde er im Europäischen Parlament rasch zu einer Nations- und Fraktionsgrenzen übersteigenden Autorität. Zwei Jahrzehnte lang wirkte er hier als Anwalt der unter kommunistischem Joch leidenden Völker, als Vorkämpfer eines christlichen Europa, aber auch als Treuhänder tausender, so genannter kleiner Anliegen der Bürger. Selbst ideologischen Gegnern nötigten sein Fleiß und seine vielfältige Kompetenz Hochachtung ab.

Mit zunehmendem Alter wuchs die Breite der Anerkennung: In den siebziger Jahren wurde er noch als „kalter Krieger“ beschimpft, doch seine Vision begann sich ab 1989 zu erfüllen. Die Völkerkerker des 20. Jahrhunderts – die Sowjetunion mit ihrem Ostblock und Jugoslawien – zerbrachen, wie es der Habsburger vorhergesagt hatte. Mit der großen Osterweiterung der Europäischen Union begann sich jene „Illusion“ zu verwirklichen, für die man Otto von Habsburg lange verlacht hatte. „Meine Ziele setze ich stets jenseits der Reichweite meiner Geschosse“, pflegte er zu sagen. Deshalb war er nie rückwärtsgewandt oder beharrend, sondern mutig und zielgerichtet vorwärtsstrebend.

 Gottesgnadentum, richtig verstanden

Nicht die zerschlagenen und zerbrochenen Formen des alten Reiches wollte er wieder kitten, sondern die wertvollsten und edelsten seiner Inhalte in eine moderne Form retten: Übernationale und vielfältige, tolerante und doch geordnete Gemeinschaften waren das Heilige Römische Reich und später Österreich-Ungarn gewesen. Übernational und vielfältig, tolerant und doch geordnet wünschte Otto von Habsburg die Europäische Union. „Europa muss wachsen wie ein Baum, nicht hingestellt werden wie ein Wolkenkratzer“, sagte er oft.

Das vereinte Europa war für ihn keine Neuerfindung oder Konstruktion, sondern eine Wiederentdeckung: Der Vielsprachige und Weitgereiste, dessen Familie Wurzeln in vielen Nationen Europas hat, wusste aus der erlernten, erlebten und erlittenen Geschichte, dass das Gift des Nationalismus das Reich seiner Väter und den ganzen Erdteil zerstört hatte. Die Europäische Union sah er als Rechts- und Schutzraum, als Dach für die freie Entfaltung der Völker und Volksgruppen, als Friedensmacht. Auf diese Vision – die durchaus nicht immer ganz deckungsgleich ist mit den Ideen der heutigen EU-Granden – wollte Otto von Habsburg seine Bewunderer und Anhänger verpflichten.

Worin besteht nun das die Zeiten übergreifende, das zeitlose Erbe Otto von Habsburgs? Wohl in seinem Verständnis von historischer und persönlicher Verantwortung, das all sein politisches Wirken – jenseits allen Wandels der Zeit und ihrer Herausforderungen – prägte.

Schon 1984 hatte er im „Fragebogen“ des FAZ-Magazins auf die Frage „Wie möchten Sie sterben?“ geantwortet: „In der Gnade Gottes!“ In den frühen Morgenstunden des 4. Juli 2011 war es so weit. Otto von Habsburg starb, wie er gelebt hatte: im Bewusstsein, dass vor Gott nicht Titel und Würden zählen, sondern nur der Glaube und die guten Werke. Todes- und Lebensverständnis sind auf das Engste verquickt: Als man seinem Vater, dem 1922 verstorbenen und 2004 seliggesprochenen Kaiser Karl, das Reich zerstörte und den Thron nahm, konnte man ihm doch das Bewusstsein nicht nehmen, für die Völker des Donauraums eine besondere, nicht delegierbare und auch nicht zerstörbare Verantwortung zu haben. In dieses Erbe trat der Sohn ein.

Alles Gelingen gibt Gott

Nur so ist sein Einsatz für die Völker verstehbar, für deren Freiheit und Wohl er sich viele Jahrzehnte aufopferungsvoll einsetzte. Nie ging es ihm um seine Person, um Ehre oder Ruhm, um Macht oder Karriere. Weder Verleumdungen und Schmähungen, weder die zweimalige Vertreibung aus der eigenen Heimat – nach dem Ende des Ersten und des Zweiten Weltkriegs – noch diskriminierende „Habsburger-Gesetze“ konnten ihn davon abhalten, sich mit ganzer Kraft für jene einzusetzen, für die ihm von Gott und der Geschichte Verantwortung zugewiesen worden war.

Nichts von dem, was er erreicht oder bewirkt hat, woran er heimlichen oder offensichtlichen Anteil hatte – von der Wiederherstellung Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall des Eisernen Vorhangs – rechnete er sich selbst als Verdienst an. Otto von Habsburg besaß jene innere Unabhängigkeit, jene seelische Äquidistanz zu Erfolg und Niederlage, die die Frucht wahrer Demut ist. Er war stets sicher: Alles ist aus Gottes Gnade. Solange und so gut es geht, hat der Mensch seine Pflicht zu erfüllen, ohne einen Gedanken an Erfolg oder Misslingen zu verschwenden – denn jegliches Gelingen gibt Gott.

Wer sich in diesem Bewusstsein mit ganzer Kraft in die politische Arbeit wirft, den lässt keine Kampagne, keine Verleumdung, kein Gespött und kein Misserfolg resignieren. Der Zusammenbruch der Donaumonarchie, die Jahre des Exils, die Machtergreifung Hitlers und der Anschluss Österreichs, die Verhaftung der Getreuen durch die Nazis, der Zweite Weltkrieg und die Teilung Europas – all das waren Tragödien in der jüngeren Geschichte Europas, und zugleich persönliche Rückschläge für Otto von Habsburg. Doch nichts ließ ihn resignieren. Jede Niederlage war Ansporn, der tief empfundenen Verantwortung vor Gott und den Völkern gerecht zu werden.

In „Damals begann unsere Zukunft“ schrieb er: „Politik, richtig verstanden, ist nicht die Jagd nach Privilegien, Mandaten, Funktionen und Verwaltungsratsposten. Sie ist nicht einmal die Suche nach persönlicher Geltung oder nach Erfolgen. Denn wahre Politik ist die Erfüllung einer inneren Verpflichtung, greifbarer Ausdruck der Liebe und Verbundenheit zu den Mitmenschen.“

Wer, wie dieser Habsburger, allen Erfolg der Gnade Gottes zuschreibt, der rechnet sich nichts als Verdienst an, der bleibt auch dann demütig, wenn er berühmt und verehrt, erfolgreich und geachtet ist. Der kann auch nie diktatorisch werden, weil er weiß, dass alle Politik nur Dienst ist, dass nur Gott der Absolute ist. Er widersteht jedem Totalitarismus, weil nur Gott das Totum, das Ganze des menschlichen Hoffens und Sehnens erfüllt.

Nicht alle, aber die Besten unter seinen Vorfahren waren sich dessen als Herrscher bewusst: Sie verstanden Herrschaft als Dienst an Gottes Willen, als Erfüllung einer Pflicht, die größer ist als man selbst. Das ist der bessere, der tiefere Sinn des viel zitierten und viel missverstandenen „Gottesgnadentums“, das im besten Fall ein Vorrang in der Demut und in der Verantwortung ist. Dieses Verständnis hatte Otto von Habsburg. In seinem 1975 erschienenen Buch „Die heilige Hedwig von Schlesien und unsere Zeit“, das 2009 nochmals unter dem treffenderen Titel „Mit Gott für die Geschichte“ aufgelegt wurde, schrieb er: „Gottesgnadentum, richtig verstanden, bedeutet nicht, dass eine Person oder eine Dynastie von Gott irgendwelche Vorrechte erhalten hätte oder eine besondere Berufung zum Herrschen besäße. Wahres Gottesgnadentum ist die Erkenntnis, dass alle Macht von oben kommt, dass sie daher nicht unbeschränkt sein kann, weil sie sich stets auf die obersten sittlichen Grundsätze, auf das göttliche Naturrecht beziehen muss und diesem unterworfen ist. Gottesgnadentum ist daher nicht nur die Grundlage der legitimen Macht, es ist, noch mehr als dies, der sicherste Schutz jener, die der Macht unterworfen sind.“

„Wer begehrt Einlass?“

An diese Haltung erinnerte jener eindrucksvolle Ritus, mit dem Otto von Habsburg am 16. Juli 2011 in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt wurde. „Wer begehrt Einlass?“, rief hinter der verschlossenen Türe der Kapuzinerkirche Pater Gottfried Undesser, während der Sarg Ottos mit der ganzen riesigen Trauergemeinde draußen vor der Türe wartete. Daraufhin zählte der Zeremonienmeister, Ulrich Lipp, ein langjähriger Freund der Familie, alle Titel auf, die dem kaiserlich-königlichen Prinz einst zustanden: „Otto von Österreich, einst Kronprinz von Österreich-Ungarn, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien, Großherzog von Toskana und Krakau, Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain und der Bukowina, Großfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren, Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara, gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradisca, Fürst von Trient und Brixen, Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien, Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc., Herr von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark, Großwojwode der Wojwodschaft Serbien., etc., etc.“.

Die Antwort des Kapuziners lautete: „Wir kennen ihn nicht!“

Auf seine neuerliche Frage, wer denn Einlass bekehre, nannte der Zeremonienmeister alle Titel, die Otto von Habsburg sich selbst erarbeitet oder errungen hatte: „Dr. Otto von Habsburg, Präsident und Ehrenpräsident der Paneuropa-Union, Mitglied und Alterspräsident des Europäischen Parlamentes, Ehrendoktor zahlreicher Universitäten und Ehrenbürger vieler Gemeinden in Mitteleuropa, Mitglied ehrwürdiger Akademien und Institute, Träger hoher und höchster staatlicher und kirchlicher Auszeichnungen, Orden  und Ehrungen, die ihm verliehen wurden in Anerkennung seines jahrzehntelangen Kampfes für die Freiheit der Völker, für Recht und Gerechtigkeit.“

Wieder kam von innen: „Wir kennen ihn nicht!“

Die Türe öffnete sich erst, als auf das dritte Fragen des Kapuziners die Antwort kam: „Otto – ein sterblicher, sündiger Mensch!“

Wer diese Symbolik versteht, weiß, was Gottesgnadentum bedeuten sollte: Nicht zu seinem Ruhm und Verdienst geschieht der Einsatz des christlichen Herrschers, sondern aus der Gnade und zur Ehre Gottes, vor dem der Herrscher am Ende seiner Tage nicht mit Krone und Zepter steht, sondern als sündiger Mensch.

Nun hat die Geschichte es aber gefügt, dass Otto von Habsburg, der Erbe einer jahrhundertealten kaiserlichen Dynastie, nicht zum Herrscher wurde. Geboren am Vorabend des Ersten Weltkriegs, war Otto gerade sechs Jahre, als das Vielvölkerreich im Herzen Europas, und mit ihm das alte Abendland, zusammenbrach.

1916, als der greise Franz Joseph starb und der jugendliche Karl I. damit Kaiser wurde, blitzte noch einmal sichtbar auf, was Gottesgnadentum meint. Bei seiner Krönung zum ungarischen König in Budapest gelobte Ottos Vater bevor er mit der Stephanskrone gekrönt wurde: „Ich, Karl, nach Gottes Willen künftiger König der Ungarn, bekenne und verspreche vor Gott und seinen Engeln, hinfort zu sorgen für Gesetz, Gerechtigkeit und Frieden zum Wohle der Kirche Gottes und des mir anvertrauten Volkes.“ Weil er einen solchen Eid geleistet hatte, fühlte er sich nicht berechtigt, sondern moralisch verpflichtet, die beiden Restaurationsversuche zu unternehmen. Der vor Gott verantwortliche König konnte eben nicht in Pension gehen und tatenlos zusehen, wie das Land im Chaos versank, wie das Volk radikalen Machtpolitikern ausgeliefert wurde.

Ebenso konnte Otto von Habsburg als sein Erbe später nicht tatenlos zusehen, wenn rote und braune Diktatoren daran gingen, die Völker Europas in Krieg und Chaos zu stürzen. Sich mit ganzer Kraft und mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln – seien sie auch noch so gering – gegen Hitler und Stalin, Benes und Milosevic in die Schlacht zu werfen, war mehr als eine politische Option oder gar ein taktisches Spiel: es war moralische Pflicht, ungeachtet der realpolitischen Umstände.

Otto von Habsburg übersetzte in seinem langen Leben das Bleibende der Tradition, aus der er kam, in eine moderne und zukunftsträchtige Vision für das Europa des 21. Jahrhunderts. Auf dem Fundament einer langen und reichen Tradition stehend, weist Otto von Habsburg in seinem Denken und Wirken weit in die Zukunft des sich vereinigenden Europa.

Im Abschied wurde es noch ein letztes Mal überdeutlich sichtbar: Otto von Habsburg war, was er selbst über Charles de Gaulle gesagt hatte, „ein Mann von vorgestern und übermorgen“. Mehr noch: ein Kaiser ohne Krone, ein Staatsmann ohne Staat, ein großer Visionär mit großer Vergangenheit. Die Verantwortung, die Otto von Habsburg zeit seines Lebens mit Leidenschaft trug, hatte tiefe Wurzeln in der Geschichte – und brachte in seinem Wirken reiche Frucht. Dies bezeugten viele Weggefährten und Beobachter angesichts seines Todes im Juli 2011.

Otto d'Amburgo - Sovrano senza corona

 Senza una considerazione profondo degli Asbugo non si può raccontare la storia del Europa. Da questa famiglia sono usciti tantissimi Re tedeschi, spagnoli, ungheresi et boemi et anche numerosi Imperatori del Sacro Romano Imperio et dell'Impero Austro-Ungahrico. Molti talenti degli Asburgo più grandi si potevano trovare anche in Otto d'Asburgo, chi è morto il 4. Luglio 2011 a 98 anni: La devozione religiosa del Imperatore Carlo V., la solerzia e la coscienza del dovere del Imperatore Francisco Giuseppe I. et l'amore paterno et umile per i popoli di Europa del Beato Imperatore Carlo I.,

Un altra similitudine con l'Imperatore Federico Terzo gli è stato donato dal buon Dio: Ha superato tutti i suoi nemici,  sopravvivendo loro.

Gia da piccolo l'Arciduca Otto era tenace. Il talento di subire le sconfitte con solerzia perseverante e

di continuare a lavorare con costanza e di seguire gli ideali senza avere riguardo per se stesso e per rischi o vantaggi personali, tutto ciò potrebb'essere una specie di eredità di questa famiglia rinomata, ma è sicuramente stato molto approfondito durante una vita varia e piena delle avventure. Adolf Hitler et Edvard Benes, Erich Honecker et Willy Brandt, Bruno Pittermann et Slobodan Milosevic odiavano questo Asburgo. Perseguito et diffamato da Ideologi Rossi e  Neri, la Vita di Otto d'Asburgo è sempre stato sotto un chiaro programma: Non ha ricevuto come eredità di suo padre l'impero o la corona, dominio o il trono, ma certamente il senso di aver un dovere non delegabile.

Nato come Imperatore di tantissimi populi, è diventato difensore altruista dei diritti humani, avvocato incorruttibile dei populi oppressi e acceso militante per un Europa unita in libertà e pace.

L'autore austriaco di origine ebreo William S. Schlamm - come giovane comunista convinto e poi grande giornalista e autore conservatore - a scritto già in 1977 in occasione del sessantacinquesimo compleanno di Otto d'Asburgo in una lettera aperta: "Quando noi due eravamo ancora bambini, la storia e il destino L'ha designato come il mio Imperatore... Nella mia vita lunga e agitata, che mi ha fatto incontrare per decenni la "prominenza" dei nostri tempi, non ho mai incontrato un uomo di stato, un politico, un pensatore della Sua umanità, coscienza del dovere e une solidità di fede ferma… Se fosse stato quello per cui Lei è nato, l'occidente avrebbe visto l'imperatore più eminente sin da CarloMagno. Ma visto che in 1918 l'occidente è sbandata, è l'unico uomo di stato privato di cui l'Europa si può fidare."

 Un secolo sofferto e di formazione

Quando l'Arciduchessa Zita ha partorito il suo primo figlio maschio il 20. di Novembre 1912 nella Villa Wartholz a Reichenau (Bassa Austria), l'Europa era arrivato alla fine di un lungo periodo di pace.

La monarchia asburgica di 52 milioni abitanti- multinazionale e poliglotta - sembrava di essere imperturbabile, ma in realtà - come scriveva l'autore ebraico della Galizia Joseph Roth- : "La morte aveva già disteso le sue mani scarni sulle calici, delle quali abbiamo bevuto - allegri e infantili." Roth, che si è trasformato da essere socialista scettico ad essere monarchico in lutto, aveva capito che il nazionalismo è stato la religione di questo periodo e che l'imperio multinazionale nel cuore d'Europa- personalmente tenuto unito dal "Patriarca"e servitore Francisco Giuseppe I.  è stato il sua prima vittima. I colpi del nazionalista serbo Gavrilo Princip del 28. Giugno 1914 alla ponte latina a Sarajevo hanno ucciso non solo il erede al Trono l'Arciduca Francisco Ferdinando, ma alla fine anche l'imperio asburgico barcollava nella prima guerra mondiale.

L'Arciduca Otto aveva quattro anni, quando il vecchio Imperatore Francisco Giuseppe I. è morto durante la prima guerra mondiale e il padre di Otto, il beato Imperatore Carlo è diventato l'Imperatore dell'Austria e Re dell'Ungheria.

Otto aveva sei anni quando la suo famiglia è stato espropriata e scacciato fuori dal paese. Non aveva neanche dieci anni quando il suo padre, dopo due tentativi di restaurazione in Ungheria falliti, è morto in esilio sulla isola atlantica di Madeira. Senza potere o risorse finanziarie, ma con tanta disciplina e sempre in piena coscienza della responsabilità vis à vis i popoli del Danubio, l'Imperatrice Zita ha educato il suo primo figlio Otto e i suoi sette fratelli e sorelle. Otto ha imparato molto e velocemente: Ma non ha solo studiato lingue, storia, geografia e letteratura. Ha anche imparato i doveri più che i diritti di un Imperatore.

 Nella lotta contro Hitler

Europeo di origine, è diventato anche Europeo di esperienza: Dalla Madeira è andato a Madrid, poi nei paesi baschi, poi a Lussemburgo, Belgio e Parigi. Mentre lavorava ancora sul suo Dottorato di Ricerca alla Università Cattolica di Louvain, è diventato un attivista sul piano politico mondiale che non a più lasciato per tutta la sua vita! Otto d'Asburgo era a Berlino quando i nazisti hanno preso il potere in Germania. Due volte Adolf Hitler ha provato di incontrare il giovane Asburgo per utilizzarlo per il suo scopo, ma Otto lo aveva capito subito. Questo è stato, come diceva spesso, l'unica conversazione interessante che aveva rifiutata nella sua vita. Aver letto il libro "Mein Kampf" di Hitler non aveva illusioni: Otto d'Asburo decideva di combattere con tutti i mezzi possibili l'annessione dell'Austria al Terzo Impero di Hitler.

Gli interessi della famiglia non erano d'importanza vis à vis il pericolo mortale per l'Austria. Il 17 di Febbraio 1938 Otto ha provato di convivere il Cancelliere Federale dell'Austria Kurt von Schuschnigg con una lettera drammatica, di avvicinarsi ai poteri occidentali per quanto riguarda la politica estera e al rispetto interno di mettersi d'accordo con la sinistra. Gia all'epoca era pronto di non chiedere la restaurazione della Monarchia, ma di rischiare sua vita per l'indipendenza dell'Austria: "Quando l'Austria è in pericolo, l'erede della Casa Austria deve essere pronta a soccorre il paese, ma anche a perire". È stato una missione suicida come Otto d'Asburgo ammetteva più tardi liberalmente.

Hitler ha arrestato i monarchici austriaci più noti. I figli dell'Arciduca Francisco Ferdinando, Max e Ernst von Hohenberg, sono stati deportati al campo di concentramento Dachau e Otto d'Asburgo è stato perseguito dai nazisti per "Alto Tradimento": La Gestapo provava a rapirlo. Il vice di Adolf Hitler, Rudolf Heß, ha dato un ordine di ucciderlo. Nonostante di fosse in pericolo della vita, il giovane capo della casa Asburgica ha salvato la vita di migliaia degli Emigranti, sopratutto ebrei dell'Austria e altri paesi dell'Europa centrale, organizzando dalla Francia dei Visti per la Spagna, il Portogallo e l'America del Sud.

Costretto di lasciare Europa in 1940, ha continuato la sua lotta per il riconoscimento dell'Austria come vittima di Hitler, contro i piano di espulsione di Edvard Benes, contra le intenzioni di conquista di Josef Stalin, per un nuovo orientamento dell'Ungheria verso gli stati uniti d'America, per il diritto di autodeterminazione dei sudtirolesi e per un ordinamento dopo la guerra migliore, più giusto e più pacifico.

Impegno per l'Austria senza alcun ringraziamento ufficiale

Storicamente parlando, non ci sono dubbi, che l'influsso - che Otto d'Asburgo aveva sul Presidente degli stati uniti Franklin D. Roosevelt e il Premier Britannico Winston Churchill- ha contribuito sostanzialmente al'indipendenza Austriaca dopo la seconda guerra mondiale e che l'Austria non è sparito dietro la cortina di ferro. Il ex-cancelliere federale dell'Austria Dr. Wofgang Schüssel diceva il 11 di Luglio 2011 al suo elogio funebre alla Residenza a Monaco di Baviera, che Otto d'Asburgo si impegnava dal esilio statunitense, perché l'Austria, non fosse divisa come la Germania tra una parte occidentale e una parte sovietica. La Repubblica non lo ringraziava: In 1945- appena tornato a casa in Tirolo- doveva lasciare il paese a causa di pressione della potenza occupante l'Unione Sovietica e la sua Marionetta Karl Renner. È stato lo stesso Karl Renner che in 1938,  faceva propaganda per votare "Si" a un referendum sull'annessione dell'Austria alla Germania nazista e, in 1945, ha scritto dei omaggi al dittatore sovietico Josef Stalin, che ha fatto lasciare il paese al capo della famiglia asurgo.

Uno primo atto di rinuncia di 1958, nella quale Otto d'Asburgo si declamava come cittadino fedele della Repubblica, è stata qualificata dal governo come insufficiente. Dopo un altro atto di rinuncia di 1961, ha dovuto  ancora combattere altri cinque anni per i suoi diritti civili fino alla corte amministrativa austriaca, per entrare nel suo proprio paese. Il terrore della sinistra, che l'ausburgo potesse mettere la Repubblica in pericolo e la paura dei borghesi che Otto potrebbe giocare un ruolo importante nella politica interna abbastanza rapidamente, sono stati troppo grandi.

Preoccupazioni infondate: Otto d'Asburgo, Europeo di origine e di esperienza, è diventato nel esilio americano anche europeo di convinzione! I suoi obbiettivi non sono stati le corone degli antenati, ma la liberazione del Europa dal comunismo e l'integrazione del continente nella pace e nella libertà. Come uomo di stato senza stato, l'unici mezzi per attenere questi obbiettivi sono stati per decenni la parola scritta e quella parlata: Un mezzo molto efficace, dato il numero dei suoi nemici. In tanti libri ed articoli nei giornali ha fatto pubblicità per una idea molto concreta dell'Europa. Il movimento di Paueuropa, creato dal Conte Richard Coudenhove-Kalergi in 1922, è stato la piattaforma giusta per Otto che quasi non era straniero in alcun paese europeo. In 1973 ha raccolto l'eredità del fondatore della Paneuropa. Fino a 2004 è stato presidente internazionale della Paneuropa.

In 1978, Otto d'Asburgo- ereditario di tanti re tedeschi ed Imperatori del Sacro Impero Romano- ha preso la cittadinanza tedesca per presentarsi alle prime elezioni diretti al parlamento europeo. Lui, che come giovane è stato vittima della politica mondiale, si batteva dopo una lunga carriera come relatore, jounalist e autore a 66 anni nel lavoro parlamentario. A Strasbourgo e Bruxellesè stato non solo deputato bavarese ma anche deputato dell'Austria, Dell'Ungheria, della croatia, della bosnia-herzegovina e, infatti, di tutti i popoli che erano constretto a rimanere fuori del progetto europea a cause della cortina di ferro del comunismo.

Il visionario d' Europa

Essendo un consigliere apprezzato da uomini di stato come Charles de Gaulle, Robert Schuman, Konrad Adenauer, Henry Kissinger o Franz Josef Strauß, è diventato rapidamente una autorità supernazionale e al di sopra dei partiti nel Parlamento Europea. Due decenni lavorava lì come avvocato dei popoli che hanno dovuto soffrire sotto il comunismo, come pioniere di una Europa cristiana, ma anche come fiduciario di tanti - così detti - piccoli problemi dei cittadini. Anche i suoi nemici ideologici hanno ammesso che Otto d'Asburgo era non solo particolarmente diligente, ma che aveva varie competenze preziose.

Con l'età si aumentava anche l'apprezzamento: Negli anni 70. veniva chiamato ancora "guerriero freddo", ma sua visione si stava realizzando dopo 1989. il carcere dei popoli del 9cento: l'Unione Sovietica con i suoi stati satelliti e la Yugoslavia sono crollati, come aveva previsto l'Asburgo. Dopo l'integrazione degli stati europei orientali nell'unione europea la sua "illusione", per la quale si rideva di Otto d'Asburgo, si stava verificando. Otto diceva: "I miei obbiettivi, li fisso sempre fuori portata dei miei cannoni". Quindi non guardava mai indietro, ma era un personaggio coraggioso e finalizzato ai suoi scopi.

"Il dirito divino del re"- capito bene

Non voleva restaurare il vecchio impero, ma voleva salvare gli aspetti più preciosi e nobili per la modernità: L'impero Sacro Romano e poi l'impero Austro-Ungahrico sono stati delle società supernazionali e molteplici, toleranti ma nonostante ordinati. Così voleva Otto d' Asburgo l'Unione Europea: supernazionale e molteplice, tolerante ma nonostante tutto ordinata. "Europa deve crescere come un albero, noncostrutio in un posto come un grattacielo.", diceva spesso. Secondo lui, l'Europa unità non era una invenzione o costruzione nuova, ma una riscoperta: Il poliglotta, che aveva viaggiato molto, che aveva le sue radici familiari in molte nazioni europee, sapeva dalla storia studiata, vissuta e subita che il veleno del nazionalismo ha distrutto non solo l'impero del suo padre ma anche tutto il continente. L'Unione europea, la videva come spazio di diritto e della protezione,

come tetto per il sviluppo libro dei popoli e come forza per la pace. Questa è stata la visione d'Otto d'Asburgo alla quale voleva obbligare i suoi ammiratori ed aderenti. Ovviamente la sua visione non è sempre congruente con le Idee dei capi dell'Unione Europea di oggi giorno.

Cosa sarebbe allora l'eredità imperitura di Otto d'Asburgo? Probabilmente la comprensione della responsabilità storica e personale che ha avuto l'influsso su tutto ciò che faceva nella sua vita politica.

Giá in 1984 ha risposto a una intervista nella "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sulla domanda: "Come vuole morire?" semplicemente dicendo: "Nella grazia di Dio"! Presto di mattina il 4 di Luglio 2011 è successo. In un senso Otto d'Asburgo è morto come ha vissuto: Nella coscienza che avanti a Dio i titoli ed onori non valgono. Ciò che vale, è soltanto la fede e le opere buone. Questo significa che l'idea della morte e della vita sono molto collegate: Quando fu distrutto l'impero e preso il trono del suo padre, il beato Imperatore Carlo I.- morto in 1922 e benedetto in 2004-, non si poteva prendere la sua coscienza di avere una responsabilità particolare - che non si può delegare o abbandonare - per i popoli del Danubio.

 Tutto il successo è donato da Dio

 Solo così si può capire l'impegno immenso per i popoli e la loro libertà e prosperità: Non si trattava mai del suo personaggio, del suo onore, della sua gloria, il suo potere o la carriera!

Ne diffamazioni, ne insulti, ne la espulsione dalla sua patria dopo la prima e la la seconda guerra mondiale, ne le "leggi asburghi" discriminatorie, lo hanno impedito di impegnarsi con tutta sua forza per quelli cui il buon Dio e la storia l'hanno dato responsabilità.

Niente di ciò, che ha riuscito a realizzare o a cui ha lavorato  segretamente o pubblicamente come l'indipendenza dell'Austria dopo la seconda guerra mondiale fino al fallimento della cortina di ferro vedeva come "successo personale". Otto d'Asburgo possedeva una indipendenza interna e una equidistanza vis à vis successo e sconfitta che sono veramente i frutti di una umilità profonda. Una cosa era sempre chiara: Tutto viene dalla gratia di Dio. L'uomo deve occuparsi le sue obbligazioni fino a quando non è più possibile e nel modo migliore possibile, senza pensare al successo o sconfitta, perché tutto il successo viene da Dio.

Quello che si butta con questo pensiero e con tutta sua forza nel lavoro politico, non rassegna a cause di una campagna negativa, una diffamazione, la beffa o la sconfitta: Il caduta della monarchia asburgica, gli anni del esilio, la presa de potere di Adolf Hilter ,l'annessione dell'Austria, l'arresto degli amici dai nazisti, la seconda guerra mondiale e la separazione dell'Europa: tutti questi eventi sono le tragedie della storia contemporanea e allo stesso tempo delle ricadute gravi e personali per Otto d'Asburgo. Ma niente l'ha fatto abbandonare la speranza e gli impegni. Tutte le sconfitte sono stato incitamenti, di essere in altezza della responsabilità profondamente sentita davanti a Dio e davanti ai popoli. Nel suo libro "All'epocha cominciava il nostro futuro" scriveva: "Politica non significa la caccia dei privilegi, mandati o funzioni. Non è neanche la ricerca della considerazione personale o di successo. Politica vera è  la realizzazione di una obbligazione interna. è l'espressione dell'amore e del legame con l'umanità.

Chi attribuisce tutto il suo successo alla gratia divina - come Otto d'Asburgo - non si ascrive alcun merito a se stesso, ma rimane umile anche quando è famoso, venerato, di successo e stimato. Una persona di un carattere di questo tipo non può diventare dittatorio, perché sa bene, che la politica è nient'altro che servizio e che solo Dio è l'Assoluto. È immune ad alcuna forma di totalitarismo, perché soltanto Dio è il Totum, l'interno della speranza umana. Non tutti, ma i migliori dei suoi antenati capivano questo come sovrani: Capivano "dominio" come servizio come lavoro sulla volontà di Dio, come realizzazione di un dovere - più grande che se stesso.

È proprio questo il senso profondo del termine spesso citato ma spesso malinteso del "diritto divino del re" che consiste principalmente della umidità e della responsabilità. Così comprensione del termine aveva Otto d'Asburgo. Nel suo libro di 1975 "La Santa Hedwig e il nostro tempo" che è stato pubblicato un'altra volta sotto il titolo "Con Dio per la storia" ha scritto: "il diritto divino del re, ben capito, non significa che una persona o una dinastia avrebbe ricevuto degli diritti particolari da Dio o che avrebbe una vocazione particolare per essere sovrana. "Il diritto divino del re" è il riconoscimento che tutto il potere viene da sopra e perciò questo potere non può essere senza limito, perché si base sulle principi morali più altri. Il potere deve riferirsi sul diritto naturale divino ed è soggetto a questo diritto. Perciò il "diritto divino del re" non è soltanto la base del potere legittimo, ma sopratutto è la protezione migliore per quelli che sono soggetti al potere politico.

"Chi chiede  di entrare"

Il rito assai impostante con il quale Otto d'Asburgo è stato sepolto nella cripta dei Cappuccini a Vienna il 16 di Luglio 2011 ci ricorda molto die questo pensiero e di atteggiamento . "Chi chiede di entrare?" a chiesto Padre Gottfried Undesser dietro la porta chiusa della cripta dei cappuccini, mentre la bara di Otto e uno grandissimo corteo funebre aspettava avanti la porta chiusa. Come risposta, Ulrich Lipp, cerimoniere ed amico della famiglia, ha enumerato tutti i titoli che il Principe Imperiale e Reale aveva una volta:

„Otto von Österreich, einst Kronprinz von Österreich-Ungarn, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien, Großherzog von Toskana und Krakau, Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain und der Bukowina, Großfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren, Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara, gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradisca, Fürst von Trient und Brixen, Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien, Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc., Herr von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark, Großwojwode der Wojwodschaft Serbien., etc., etc.“.

La risposta del sacerdote è stato: "Non lo conosciamo!"

Rispondendo al cappuccino, chi chiedesse l'entrata, il cerimoniere enumerava tutti i titoli di Otto d'Asburgo che ha ricevuto a causa del merito personale: "Dr. Otto von Habsburg, Presidente e Presidente onorario dell'Unione Paneuropa, deputato e decano al Parlamento Europeo, Doctor Honoris Causa di molte università e cittadino onorario di molte communi nel Europa centrale, Membro delle accademie ed Istituti venerabili, collare degli ordini religiosi ed onorificenze statali altissimi che gli sono stati concessi onorando la sua lunga lotta per la Libertà dei popoli, il diritto e la giustizia. Ancora una volta il sacerdote dentro la cripta diceva: "Non lo conosciamo!"

Rispondendo un'ultima volta a la questione: "Chi chiede l'entrata", il cerimoniere dicveca soltanto: "Otto, un commune mortale e peccatore!". La porta si apriva.

Chi capisce questa simbologia capisce anche il concetto del "diritto divino del re": L'impegno di un sovrano cristiano non succede a causa di onori o guadagno, ma dalla gratia e all'onore di Dio, davanti a cui un sovrano dopo la sua morte non si presenta con scettro e corona ma come un uomo peccatore.

Dunque la storia ha stabilito che Otto d'Asburgo, erede di una dinastia vecchia di secoli, non è diventato sovrano. Nato alla vigilia della prima guerra mondiale, Otto aveva soltanto 6 anni, quando l'impero multinazionale nel cuore d'Europa, e con lui il vecchio occidente è crollato. In 1916, dopo la morte del vecchio Francisco Giuseppe e il beato Carlo I. è diventato Imperatore, si vedeva ancora una volta cosa significa: "il diritto divino del re".  Alla incoronazione come Re del Ungheria il padre di Otto ha giurato: Io, Carlo, secondo la volontà di Dio Re degli Ungarici, professo e prometto avanti di Dio e i suoi Angeli, di prendere cura della legge, della giustizia e della pace alla chiesa di Dio e dei popolo affidato a me." Visto che aveva fatto un giuramento di questo genere, non si sentiva autorizzato, ma moralmente obbligato di provare la restaurazione due volte. Il re responsabile davanti a Dio non poteva semplicemente "andare in pensione", guardare come il paese affondava nel Chaos e guardare come il popolo era il balia dei politici radicali.

Similmente, Otto d'Asburgo, come il suo erede, non poteva semplicemente guardare quando dittatori rossi e neri cominciavano a buttare i popoli del Europa nelle guerre e nel Chaos. Combattere Hitler, Stalin, Benes o Milosevic con tutta la sua forza e tutte le sue ressource- anche se qualche volta erano molto limitate- non era una opzione politica o un gioco tattico: Era un dovere morale malgrado le circostanze della Realpolitik. Otto d'Asburgo convertiva nella sua lunga vita questa tradizione in una visone moderna e promettente per l'Europa del ventuesimo secolo.  Sulla base di una tradizione lunga e assai ricca, Otto d'Asburgo mostra nel suo pensiero e le sue attività a un futuro di un Europa unita.

Quando abbiamo detto "addio"all'Arciduca, lo abbiamo visto ancora una volta molto chiaramente: Otto d'Asburgo era, come diceva lui stesso di Charles de Gaulles: "Un uomo dell'altro ieri e del dopodomani!". Anzi, è stato ancora di più: Imperatore senza corona, uomo di stato senza stato e un grande visionario con un grande passato! La responsabilità che Otto d'Asburgo aveva appassionatamente, aveva le sue radici storiche forti e ci ha portato ricci frutti.  Questo hanno attestato una moltitudine di amici ed ammiratori nella circostanze della sua morte in Luglio 2011.

 

 

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